Pai: Kleine Hippie-Stadt + das große Futtern!


Hallo meine Lieben,

heute berichte ich euch von einem ganz besonderen Ort,
nämlich Pai! 

Von Khao Sok aus bin ich über Surat Thani nach Chiang Mai
geflogen
, dort blieb ich jedoch nur eine Nacht, da ich unbedingt noch höher in
den Norden nach Pai wollte. Schon früh am nächsten Morgen wurde ich also von
einem Mini Van abgeholt. Dieser fuhr dann noch weitere Hostels ab und
schließlich saß ich mit 5 Kanadiern und 3 Chinesen im Van Richtung Pai. Die
Fahrt sollte zwischen 3-4 Stunden dauern. Als die eine Kanadierin mich dann
fragte, ob ich eine Tablette gegen Übelkeit genommen habe, wusste ich, dass es
vielleicht doch keine ganz so entspannte Fahrt werden würde und sie hatte
Recht, der Weg hatte es in sich!

Es ging steil begauf und bergab, wir nahmen im raschen Tempo
263 Kurven
mit (steht auf den typischen Pai Touri-Shirts) und das über 3
Stunden
. Ich hatte komischerweise keine Probleme, mir wurde erst schlecht, als
wirklich alle Kanadier die Zwiebel-Chips ausgepackt haben und der ganze Van
bestialisch stank. Meine liebe Sitznachbarin hat sich direkt 2 Tüten gegönnt.

Die Aussicht war aber absolut genial! Wir fuhren an riesigen
Feldern, Bergen, Büffel und auch Elefanten vorbei, diese gehörten allerdings zu
diesen Trekking Trips, bei denen man auch auf Elefanten reiten kann. Macht
sowas bitte nicht!

Als wir endlich angekommen sind, wurden wir wirklich an der
belebtesten Stelle von Pai abgesetzt
, unzählige Backpacker, Rollerfahrer und
Touris
, die sich durch eine kleine Gasse quetschten. Ich hatte keine Ahnung wo
ich hin sollte und lief erstmal in die falsche Richtung. Als ich dann auch noch
Kreislaufprobleme bekommen habe, da es in Chiang Mai den Tag vorher extrem kalt
war und nun in Pai wieder 30 Grad waren, kaufte ich mir erstmal ne Papaya und
setze mich in die Ecke
. Habe mich dann noch nach dem Weg erkundigt und
schließlich aufgegeben und mich von einer Roller-Taxi-Fahrer übers Ohr hauen
lassen
. Was man halt so macht, wenn man keine Lust mehr hat.

Ich hatte die ersten Tage mein Bett im Happy House Hostel,
welches ehrlich gesagt ziemlich abgeranzt war. Es gab keine Mückennetze oder
jeglichen Schutz, die Toilette war komplett überflutet, da direkt gegenüber die
Dusche war, das Bett war steinhart und im allgemeinen hat es mir nicht
gefallen, aber Hostels sind ja auch nur zum Schlafen da!

Ich machte mich also wieder auf in die Stadt und war direkt
begeistert!
Es ist so super gemütlich und putzig in Pai. Man kann stundenlang
bummeln
, sich an einen Fluß setzen zum Entspannen oder die Gegend auf dem
Roller erkunden
. Ich wollte nur noch essen und relaxen und habe prompt ein
Veganes Restaurant entdeckt. Ich dachte mir schon „Willkommen Zuhause“, aber
dann gings gründlich schief!

Da ich echt keine Ahnung hatte was ich essen will, habe ich
mein Standard Stir-Fried-Mixed-Vegtables mit 2 Portionen Reis bestellt. Das
Essen kam und ich hatte plötzlich Fleisch drin, oder eher etwas was aussah wie
Fleisch
. Ich habe die Frau dann nochmal gefragt, was das ist und sie nur „No
Meat“
. Ich hab es dann probiert und war sowas angewidert, da es 1 zu 1 wie
Fleisch geschmeckt hat, selbst die Konsistenz war die gleiche. Zur Krönung kam
die Frau dann noch mit einem Plastiksack wo etwas Beiges drin rumschwamm und
oben stand drauf 

„Vegetarian Duck“…………………

Boah war ich angepisst, vegetarisch ist nicht vegan, sowas
sollte man wissen, wenn man sich veganes Restaurant nennt und zweitens wenn ich
Gemüse bestelle, dann erwarte ich nicht das da falsche Ente drin ist. Ich weiß
first World Problems
, aber sowas ist echt ärgerlich, zumal das Essen richtig
schlecht war
und das ist mir vorher noch nie in Thailand passiert.

Lustigerweise ging ich dann raus und traute meinen Augen
kaum…ein RIESIGER Streetfood Market wurde von jetzt auf gleich aufgebaut. Wie
ich später erfuhr geht das jeden Abend so um 18 Uhr los und man hat wirklich
eine traumhafte Auswahl an sehr gutem und günstigem Essen!

Da ich von dem Essen nicht satt wurde, da ich die Hälfte hab
stehen lassen, gönnte ich mir noch 6 Frühlingsrollen, Mango Sticky Rice und einen
Wassermelonen Saft
. Könnt euch ja denken, dass ich die kommenden Tage dort nur
gegessen habe.

Danach ging es dann wieder ins Hostel!

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